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Südafrika Strauß - Oudtshoorn - Garden Route

Der Strauß (Struisenvogel, Ostrich) lebt in fast allen Teilen von Südafrika. Seine Hochburg ist in Südafrika die Stadt Oudtshoorn, die auch Federhauptstadt genannt wird. In der Kleinen Karoo findet er ideale Lebensbedingungen, da fast das ganze Jahr eine ausreichende Wärme für ihn herrscht.
In der damaligen Zeit vom Oudtshoorn wurde der Strauss wegen seinem Federkleid gezüchtet. In der heutigen Zeit finden nicht nur seine wunderschönen Federn Bedeutung, sondern auch sein Fleisch und Leder. Der Strauss wird in der heutigen Zeit nur geschlachtet, falls sein Leder einen Käufer findet. In vielen Geschäften rund um Oudtshoorn finden sie viele Lederprodukte vom Strauss. Es werden in allen Modefarben Ledertaschen, Gürteln, Brieftaschen, Uhrarmbänder, Schuhe und andere Produkte vom Strauss angeboten.
Der Strauß gehört zur Gattung der Vögel. Er wird zur Ratitae (Rates=lateinisch Floss) zugeornet oder man nennt ihn auch Flachbrustvogel. Seine Grösse erreicht 2 bis 2.5 Meter. Bereits nach 14 Monaten Lebenszeit ist der Strauss ausgewachsen und verfügt über ein Gewicht von ca. 100 kg. Er ist flugunfähig, aber ein schneller Laufvogel. Seine Laufgeschwindigkeit beträgt ca. 80 km/h und er ist in der Lage diese Geschwindigkeit für fast eine Stunde zu halten. Sein Gewicht beträgt ca. 100 bis 160 kg. Er erreicht in freier Natur oder in Gefangenschaft ein Alter von bis zu 60 Jahren. Als einzigster Vogel auf der Welt verfügt er über zwei Zehen. Ein Zeh dient der Balance und der andere Zeh auch der Verteidigung und ist mit einem sehr stabilen Reissnagel ausgestattet. Er kann mit einem Fusstritt gefährliche Verletzungen jedem Feind zufügen. Besonders gefährlich ist der Strauss, wenn er brütet oder Junge hat. Der Strauss ist ein Herdentier und lebt in Gruppen von 5 bis 50 Tieren.
Seine Geschlechtsreife erreicht ein Strauss nach zwei bis drei Jahren. Besonderes Merkmal für die Geschlechtsreife sind seine roten Flecken auf den Schienenbeinen und sein knallroter Schnabel. Bei den folgenden Bildern können sie den Unterschied deutlich erkennen.
Man kann männliche und weibliche Strauße gut unterscheiden. Der männliche Strauß hat schwarze und der weibliche Strauss erdgraue Federn. Die männlichen Federn finden in der Modebranche ihre Beachtung. Aus den restlichen Federn werden Staubwedel und andere nützliche Gegenstände hergestellt. Selbst die Autoindustrie verwendet zum staubputzen Straussenfedern, da die Feder antistatisch ist!
Strauße verfügen über keine Zähne und nehmen bei ihrer Nahrungsaufnahme ca. 1,5 kg kleine Steine auf, damit Ihre Nahrung im Magen zerkleinert wird. Der Strauss frisst in erster Linie pflanzliche Nahrung, aber auch kleine Insekten oder Tiere. In der Gefangenschaft werden Strausse mit folgender Zusatznahrung versorgt: Weizen, Soja, Mais, Hafer, Grass oder Sonnenblumenkerne. Der Strauss benötigt ca. 2.5 kg Futter am Tag. Der Strauss ist ein Wüstenvogel und kommt mit ca. 5 Liter Wasser in der Woche aus. Er kann weit längere Zeit ohne Wasser auskommen, wenn er über ausreichende wasserhaltige Pflanzenkost verfügt.
Ein Straussenmänchen bildet eine Familie mit 3 bis 5 Hennen. Der Balztanz ist ein Gehabe, um seine Hennen zu beeindrucken oder andere männliche Strausse abzuschrecken.
Wenn die Paare bereit sind ein Nest zu bauen, so wird eine kleine Kuhle in der Erde oder im Sand gekratzt. In diesem Nest passen 15 bis 30 Strausseneier. Andere Hennen dürfen ihre Eier beilegen. Die Hennen legen jeden Tag ein Ei ins Nest. Die Eierschale beträgt ca. 1,5 bis 2 mm und kann das Gewicht von einer erwachsenen Person tragen. Das Straussenei erreicht einen Unfang von ca.15 cm.
Die Henne, die die Eier brütet ist in der Lage ihre eigenen Eier zu erkennen. Sie liegen in der Regel im Mittelpunkt des Straussennestes. Die Fremdeier immer am Rand des Nestes. Gebrütet wird von der Henne und dem Männchen in gewissen Zeitabständen. Der Hahn brütet in der Nacht und die Henne am Tag.
Das Straussenei verfügt über ein Gewicht von 1,2 bis 1,8 kg. Ein Straussenei verfügt über einen Inhalt von 24 Hühnereiern. In der Gefangenschaft kann eine Henne bis zu 80 Eier im Jahr legen. In der Regel zwischen 15 und 60 Eiern.
Die Strausseneier werden bei einer Temperatur von ca. 36.5 Grad gebrütet. Die Henne verfügt über eine Drüsenflüssigkeit, womit sie die Temperatur steuert. Falls die Temperaturen zu heiss sind, so fechert der Strauss mit seinen Federn, bis die Bruttemperatur wieder erreicht wird. Nach 42 Tagen Brutzeit schlüpfen die Küken.
Auf grossen Straussenfarmen werden Brutkästen eingestetzt. Die gebrüteten Strausseneier werden nach 40 Tagen in den Brutkasten gelegt, damit die Küken in Ruhe zur Welt kommen können. Im Brutschrank müssen die Eier zweimal am Tag gedreht werden, damit das Eigelb nicht an der Eischale hängen bleibt. Die Sterblichkeitsrate bei jungen Straussen ist sehr hoch, weil sie einfach ALLES fressen. Ob einen kleinen Schuh oder Ledergürtel, sie fressen alles, was sie finden.
Freilebende Strausse haben ein Revier von bis zu 15 km2 während ihrer Brutzeit. Nach der Brutzeit von ca. 5 Monaten trennen sich die Herden zu Gruppen von bis zu fünf Straussen. Sie leben inmitten von Zebra- oder Antilopenherden. Bei Strausse in Gefangenschaft reicht ein Gehege von 300 m2, wenn zugefüttert wird.
Der Strauss ist ca. 55 Millionen Jahre alt und stammt aus Zentralasien. Wie fossile Eierschalenfunde belegen, hat sich der Strauss vor ca. 2.5 Millionen Jahren nach Westeuropa ausgebreitet. Nach Südafrika sind seine Vorfahren vor ca. einer Millionen Jahren eingewandert. Der grösste Strauss im südlichen Afrika lebt in Namibia. Es wird unter vier Unterarten von Straussen unterschieden:
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· Südafrikanischer Strauss (S.c. australis / lateinischer Ausdruck: Struthio camelus)
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· Ostafrikanischer Strauss (S.c. Massaicus)
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· Nordafriknaischer Strauss (Struthio camelus camelus)
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· Somalistrauss (S.c.molzbdopphanes)
In Südafrika wird der “Black Neck” gezüchtet. Er ist eine Kreuzung aus S.c. australis und S.c. camelus.
Der Strauss verfügt über entfernte Verwandte. Der Emu lebt in Australien und der Nandu in Südamerika.
Unsere grosse Bitte:
Auf vielen Straussenfarmen rund um Oudtshoorn wird ihnen ein Straussenritt angeboten. Bei Kindern mit geringem Gewicht sollte so ein Ritt für einen Strauss kein Problem bedeuten, jedoch bei erwachsenen Personen raten wir davon ab. Der Strauss verfügt über Röhrenknochen und hat mit seinen zwei Beinen ein Gewicht von 120 kg zu tragen, wo die Grenze erreicht ist. Es kann nicht gesund für den Strauss sein, wenn er zur Personenbefördung benutzt wird, auch wenn es ein lustiges Bild für Ihr Urlaubsbilderbuch bedeuten könnte. Falls seine Röhrenknochen brechen, so muss ein Strauss getötet werden, denn seine Knochen können nicht zusammenwachsen!!!
Südafrika Strauss: Der Straussenritt in Oudtshoorn - Bilder (Bitte blaue Schrift anklicken)
Unsere Tipps:
Besuchen Sie das Nel Museum in Outshoorn. Es zeigt Ihnen die Vergangenheit der Straussenzucht in Oudtshoorn. Ein komplette Apotheke, ein alter Kaufladen, sowie eine historische Bank aus Oudtshoorn sind weitere Höhepunkte des Museums. Auch wird die Straussenmode aus dem vergangenen Jahrhundert gezeigt. Das Museum ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Urlaub auf der Straussenfarm - Gästehaus in Oudtshoorn
Erleben Sie das Leben eines Straussenfarmer hautnah. Es ist kein einfaches Leben auf einer solchen Farm. Die Besitzer haben nicht nur mit den Straussen ihre Mühe, sondern müssen sich mit Naturgewalten beschäftigen. Nachdem die europäische Union den Export von Straussenfleisch verbietet, sind die Probleme von vielen Farmern noch grösser geworden. Durch all diese Probleme bieten nun einige Farmer in Ourtshoorn ein Gästehaus (B&B) an. Sie werden begeistert sein und Ihren Urlaub auf eine Straussenfarm in Südafrika nicht vergessen. Die Gastfreundschaft wird auf solchen Farmen hoch geschrieben und sie lernen Menschen kennen, die mit der Natur leben.
Südafrika Gästefarm in Oudtshoorn

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