Der längste Fluss Südafrikas ist der südwestlich verlaufende Oranje River. Er zieht sich, im Norden des Landes, eine Strecke parallel zur Grenze zwischen Namibia und Südafrika entlang. Zusammen mit dem Vaal entspringt er im regenreichen Ostrand des Hochlandes, fließt durch Trockengebiete, bis er schließlich das große zentrale Becken der Kalahari erreicht. Bei den Augrabies-Wasserfällen bei Upington stürzt er über 160 Meter in die Tiefe, in eine nur schwer erreichbare Klamm.
Durch die reichen Regenfälle über das Jahr verteilt, führt der Oranje selbst in Trockengebieten, im Unterlauf immer Wasser. Über mehrere Staudämme wird während der Regenzeit die Wassermenge reguliert.
Den Wechsel der Trocken- und Regenzeiten kann man gut anhand der Flüsse erkennen. Kleine Rinnsale können sich in Trockengebieten binnen kurzer Zeit in reißende Ströme verwandeln. Südafrikaner bezeichnen diesen Vorgang als "das Rivier kommt ab". Oftmals wird durch dir heranrollende Wassermenge Land mit Schlamm und Sand bedeckt - für Farmer und Straßenbauer natürlich eine Katastrophe.
Weitere Flüsse in Südafrika sind der Limpopo bei Gauteng, der kapländische Olifant- und Fish River sowie der Unzimkuli, Tugela River, Buffalo River, Great Letaba und Crocodil River. Diese Flüsse sind nicht schiffbar.
Südafrika verfügt nur über sehr wenige Seen. So wurden zahllose Dämme angelegt, um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen.
Leider hat das Land mit sehr hoher Verdunstung zu kämpfen, was Landwirtschaft nur bis zu einem bestimmten Bereich zulässt (nur 9% des Niederschlages wird ins Meer getragen; der Weltdurchschnitt liegt bei 31%).