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Südafrika Geschichte - Der Fliegende Holländer - Kapstadt
Südlich von Kapstadt gelegen liegt das Kap der Guten Hoffnung, auch als Kap der Stürme bei den Seefahrern bekannt. Der südlichste Punkt ist Cape Point. Dort entstand die Legende vom ''Fliegenden Holländer''.
Der Kapitän Hendrick van der Decken (auch genannt Hendrick Vanderdecken) war im Jahre 1641 von Indien nach Europa unterwegs, als er in einem Sturm vor Südafrika geriet. Er geriet in Panik und schimpfte auf Gott und die Welt. Das Segelschiff konnte den Sturm nicht trotzen und drohte zusinken. Aus diesem Grunde ging der Kapitän einen Pakt mit dem Teufel ein. Der Kapitän soll bei allen Teufeln geschworen haben, das Kap zu umsegeln und wenn es bis zum Jüngsten Tag dauert.
Seit den Tagen geistert das Schiff herum. Es verfügt über die Eigenschaft, ohne Segel alle Stürme zu überstehen. Es ist in der Lage ohne Wind zu segeln. Von Zeit zu Zeit entdecken Seemänner dieses Geisterschiff!!!
Bei Seemännern ist dieser Geschichte sehr bekannt und falls jemand auf hoher See das Geisterschiff sieht, so bringt es Ihm großes Unglück.
Es gibt verschiedene andere Geschichten über dieses Geisterschiff. Es wird erzählt, dass die Matrosen des Geisterschiffes nur in der Nacht erwachen und nicht sichtbar sind. Sie versuchen vorbei fahrenden Schiffen Post mitzugeben, wo der Empfänger schon lange verstorben sind. Diese Briefe müssen von der Besatzung des Schiffes an den Mast genagelt werden, sonst bringt es der Schiffbesatzung grosses Pech.
Das Phantomschiff wird nahe dem Kap Horn (Kap der Guten Hoffnung) von einigen Seefahrern gerne gesehen!!! Es fährt in einigen Erzählung rückwärts oder kommt auch mit einer Wolke angeflogen. Nur die Liebe einer Frau kann den fliegenden Holländer erlösen, jedoch hat er bis zum heutigen Tag diese Liebe wohl noch nicht gefunden!
Einer der Beschreibungen:
“Ich bin nicht tot, aber auch nicht am Leben. Ich schwebe zwischen dieser Welt und der der Geister. Merke auf, was ich Dir sage!
Neun Wochen lang versuchte ich, am stürmischen Kap gegen die Macht der Winde anzukämpfen, aber ohne Erfolg, und ich fluchte fürchterlich. Neun weitere Wochen führte ich meine Segel gegen die widrigen Winde und Strömungen, ohne jedoch vorwärts zu kommen, und dann brach ich – ach, in schreckliche Gotteslästerungen aus. Noch immer gab ich nicht auf; die Schiffsmannschaft, von den langen Anstrengungen erschöpft, verlangte, daß ich zur Tafelbay (Kapstadt) zurückkehre, aber ich weigerte mich; ja, ich wurde sogar zum Mörder, – unabsichtlich zwar, aber doch zum Mörder. – Der Steuermann widersetzte sich mir und überredete die Leute, mich zu binden. Im Übermaß meiner Wut faßte ich ihn am Kragen und schlug ihn. Er taumelte, und bei einem plötzlichen Schwanken des Schiffs fiel er über Bord, um nicht wieder zum Vorschein zu kommen. Selbst sein schrecklicher Tod zügelte mich nicht, und ich schwor bei der Reliquie des heiligen Kreuzes, die jetzt um Deinen Hals hängt, daß ich mein Ziel erreichen wolle trotz Ungewitter und wilder See, trotz Blitz und Donner, trotz Himmel oder Hölle, und wenn ich mich bis zum Jüngsten Tage abmühen müßte. Mein Fluch wurde unter Donnerschlägen und in Strömen schwefeligen Feuers aufgezeichnet. Der Orkan tobte auf das Schiff los und die Segel flogen in Fetzen davon. Berge von Wogen wälzten sich über uns hin, und in einer tief niederhängenden Wolke, welche alles in äußerste Finsternis hüllte, standen mit blauen Flammen die Worte geschrieben: – BIS ZUM JÜNGSTEN TAGE.”
Herkunft des Textes: Frederick Marryat. ''Das Geisterschiff'' oder ''Der fliegende Holländer'' (The Phantom Ship or the Flying Dutchman, 1839). Marie Elisabeth Biener, Übersetzerin. München: Hanser, 1970. Seite 15.
Was ist eigentlich Seemannsgarn???
Die Matrosen von Segelschiffen, mussten bei Windflaute aus altem Tauwerk düness Kabelgarn für die Bekleidung der Taue oder Trossen drehen. Bei dieser Arbeit wurden Geschichten erzählt, die in der Regel nicht der Wahrheit entsprachen. Es wurde über Kannibalen, Piraten, riesigen Goldschätzen, einsamen Inseln, riesigen Kraken, angriffslustigen Walen oder Haien, Geisterschiffen, Seeungeheuern und Schiffskobolden berichtet. Bei jeder weiteren Erzählung die Geschichte mehr und mehr übertrieben. Diese netten und lustigen Geschichten wanderten von einem Hafen zum anderen Hafen und wurden so in der ganzen Welt bekannt. Im übertragenden Sinne wurde auf dieser Weise ''Seemannsgarn'' gesponnen!!!
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