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Leben und Arbeiten in Kapstadt
Wir möchten ein wenig von unserem Leben und dem Arbeiten in Kapstadt berichten. Nachdem wir für ein Jahr eine Arbeitsstelle in Kapstadt bekommen haben, fing für uns ein neues Leben in Südafrika an. Wir mussten uns an viele Sachen gewöhnen und viel lernen.
Das Leben in Kapstadt ist schon anders wie in Europa. Jedoch nach einigen Wochen gewöhnt man sich schnell an diese neue Lebensweise. Das schönste Erlebnis ist für uns, dass man fast immer mit Sonnenschein geweckt wird. Das Grau in Grau, was wir von Deutschland kennen, ist hier nicht gegeben. Man steht auf, hat sofort gute Laune und das Leben macht hier einfach mehr Spass. Die vielen Naturschönheiten in der Region von Kapstadt sorgen dafür, dass der Freizeitwert enorm ist. Alles ist in der Nähe - ob Strand oder Berge!
Wir kamen in Kapstadt an und bezogen unsere Mietwohnung. Sie war einfach eingerichtet, aber dafür auch sehr billig. Das Umfeld gefiel uns nicht so gut, aber das mussten wir auf Grund des Mietpreises wohl in Kauf nehmen. Eine Mietwohnung in Camps Bay war nicht drin, dafür verdienen wir hier zu wenig Geld.
Die erste Woche fing damit an, dass wir uns organisieren mussten. Einkäufe getätigt werden, Stecker passten nicht und viele Kleinigkeiten mussten gekauft werden. Dann hatten wir Probleme mit unserem Computer. Andere Verbindungen mussten gekauft werden. Ein Modem musste her. Ein Bankkonto brauchten wir auf alle Fälle.
Die Banken sind in Kapstadt eine Welt für sich. Rein optisch unterscheiden sie sich wenig von unseren Banken in Deutschland, aber zeitlich gesehen, dauert alles viel viel länger.
Mit allen Unterlagen bewaffnet besuchten wir die Standard Bank in der City of Cape Town. Am Eingang der Bank muss man durch eine Schleuse und wird durchleuchtet. Wir stellten uns in eine Reihe an und wir mussten warten. Als wir am Schalter ankamen, teilte man uns mit, dass wir falsch sind. Wir mussten zu einem anderen Schalter. Dort mussten wir wieder lange warten. Als wir an die Reihe waren, durchleuchtete man unsere Papiere von vorne bis hinten. Viele Kopien wurden gemacht und viele Unterschriften mussten geleistet werden.
Wir informierten uns über die Kosten von unserem neuen Konto und bekamen bald einen Schlag. Das, was in Deutschland als Service läuft, muss in Südafrika bezahlt werden. Falls wir Geld einzahlen, so wird eine Gebühr verlangt, die "Zählgeld" heisst. Für jede kleine Überweisung wird kassiert. Die teuerste Gebühr ist die Bezahlung per Scheck. Die günstigste Möglichkeit der Überweisung ist Online oder per Kreditkarte.
Eigenartig ist, dass man von Bank zu Bank nicht überweisen kann, falls man es direkt am Schalter machen möchte. Falls man Geldbeträge von einer Bank zu anderen Bank überweisen möchte, so geht dies nur per Scheck. Man muss die Bank besuchen, wo das Geld einbezahlt werden soll. Falls man das Pech hat, so kann ein Vormittag für Überweisungen verloren gehen, da man jede Bank besuchen muss. Da wir jedoch ein Onlinekonto eröffnet haben, bleibt uns die Art der Überweisung erspart. Bis wir jedoch Online waren, mussten wir jede Menge Banken besuchen!
Die Bedienung der Bank war jedoch sehr nett und wir bekamen weitere Infos. Sie sagte uns, dass wir unsere Kreditkarte in Geschäften oder Restaurants nicht aus den Augen lassen sollten. Viele Zwischenfälle wären in der letzten Zeit passiert, wo man mit Scheckkarten Geldbeträge einfach abbucht.
Nun verstanden wir, das viele Restaurants mobile Kreditkartenmaschinen besitzen! Dort wo es keine mobile Kreditkartenmaschine gibt, gehen wir mit und beobachten den Abzug von unserer Karte. Diese Vorgehensweise möchten wir auch allen Urlaubern empfehlen - lasst Eure Kreditkarte nicht aus den Augen!!!
Ansonsten müssen wir berichten, dass die südafrikanischen Banken sehr profihaft mit dem Geldverkehr umgehen. Bislang hatten wir keine Zwischenfälle, ausser den grossen Bankgebühren läuft alles reibungslos.
Arbeiten in Kapstadt
Auf der Arbeit spiegelt sich der Sonnenschein wieder. Alle Mitarbeiter haben gute Laune, launische Mitarbeiter gibt es nicht und es wird als Team gearbeitet. Dies macht uns vor allen Dingen viel Spass, denn Reibereien, wie wir es aus Deutschland kennen, sind hier nicht üblich. Der Chef unseres Unternehmens wird mit Vornamen angesprochen. Vom Personalchef werden wir zum Grillen eingeladen. Die Chefin der Buchhaltung geht abends mit uns ein Bier trinken. Trotz harter Arbiet, gehen alle Mitarbeiter sehr RELAXED mit einem um.
Kapstadt Kriminalität
Wir haben uns im Vorfeld mit dem Problem der Kriminalität in Kapstadt beschäftigt, jedoch haben wir festgestellt, das es weiniger Zwischenfälle gibt, wie man denkt. Die Kriminalität ist gegeben, aber mit ein wenig gesundem Menschenverstand, kann man diese umgehen. Meidet dunkle Ecken, tragt keinen superteuren Schmuck, zeigt nicht eurer Geld und besucht zu Nachtzeiten keine Townchips! Das sind im Grunde die Regeln, die dazu führen, dass Ihr ohne Probleme in Kapstadt euren Urlaub verbringen könnt. Wir haben nach insgesamt 5 Monaten keine Kriminalität feststellen müssen, ausser das bei unserem Nachbarn im Auto einbrochen wurde. Dies nur, weil er seine Unterlagen im Auto liegen hatte, wo man wohl Schecks oder Geld vermutet hatte! Nach seinen Angaben war er es selber Schuld. Man lässt in der Nacht keine Gegenstände in seinem Auto liegen, war seine Antwort.
Wir fühlen uns in Kapstadt SAUWOHL und hoffen das Jahr geht NIE vorbei. Das Leben und Arbeiten in Kapstadt macht Spass!
Irmes und Ralf
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