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Kapstadt Urlaubstagebuch - Reiseberichte aus Südafrika
18. November 2006, 4. Tag
Frühlingszeit in Südafrika heißt an vielen Küsten: Zeit, Wale zu beobachten. Also machten wir uns an diesem Tag gespannt auf nach Hermanus, wo man die Wale am besten sehen soll. Hermanus liegt zwei Stunden Autofahrt von Kapstadt entfernt. Unterwegs ändert sich immer wieder die Landschaft. Es geht vor bei an trockenen Feldern, grünen Nadelwäldern und Apfelplantagen.
In Hermanus trifft man auf ein Örtchen, dass sehr touristisch wirkt. Restaurants, Geschäfte, Hotels. Und viele Menschen. Oberhalb der Walker Bay steht der so genannte Walschreier. Mit einem Horn tutet er Signale, wo man derzeit am besten Wale sehen kann. Unsere Walbeobachtungen sind eigentlich recht schnell beschrieben. Wir sahen tatsächlich zwei Wale, die sehr dicht gen Ufer im Wasser lagen. Die Vorstellung, dass dort im Wasser Wale liegen war auch sehr beeindruckend. Allerdings blieben die Wale auch einfach nur liegen. Ab und zu steckte einer vorsichtig die Flosse heraus. Mehr haben wir jedoch nicht von diesen Tieren gesehen. Das fand ich etwas schade. Ich hätte gedacht, ich könnte ein paar tolle Fotos schießen. Aber dazu kam es leider nicht. Da uns Hermanus einfach zu voll war, aßen wir dort nur eine Kleinigkeit und überlegten uns dann nach Stellenbosch ins Weinland Südafrikas zu fahren, da dies ohnehin auf dem Weg liegen würde.
Stellenbosch ist ein Ort, erbaut im kapholländischen Stil, in dem die Zeit stillzustehen schien. Alles sah noch sehr altertümlich aus. Wären uns die Menschen in Trachten entgegengekommen, so hätte mich das auch nicht verwundert. Jörg und ich waren nicht so hingerissen von Stellenbosch, da es sehr konservativ wirkt oder sehr steif. Als würden dort Menschen leben, die mit dem Motto durch das Leben gehen "Das war früher so und das wird auch immer so bleiben!". Die Wärme zerrte zusätzlich an unseren Nerven, so dass wir uns entschieden ans Meer -- um genau zu sein an den Blouberg Strand, wo man einen tollen Blick auf den Tafelberg und Kapstadt hat - zum Spazieren zu fahren. Dort gefiel es uns sehr gut.
Mit den Füßen wateten wir durch das eiskalte Wasser (vielleicht 15 ° C) und genossen das schöne Licht des Spätnachmittages. Immer wieder fiel der Blick auf den Tafelberg. Zu Hause aßen wir unser Abendbrot auf der Terrasse und tranken etwas Rotwein, erzählten und blickten auf die Lichter von Kapstadt.
Und hier geht der Reisebericht aus Kapstadt weiter! >>>>>
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