Reiseberichte aus Kapstadt - Urlaubstagebucht Südafrika - Touren am Kap - Teil 3

Kapstadt Reiseberichte Südafrika Tagebuch von Reisen in Südafrika

Reisebericht aus Kapstadt - Urlaubstagebuch von Reisen in Südafrika

 

 

 

17. November 2006, 3. Tag

 

 

Der nächste Morgen begrüßte uns wieder mit herrlichstem Sonnenschein. Gefrühstückt wurde sehr entspannt auf der Terrasse. Hier kamen wir ins Gespräch mit einem Schweizer, der allerdings Hochseefischerei für Touristen in Mombasa, Kenia, betreibt und in Kapstadt billig Zubehör für die Boote einkaufen wollte. Nun ja, so wie wir unseren Kaffee in Holland kaufen, besorgt dieser sich eben das nötige Zubehör in Kapstadt.

 

Das morgendliche Gespräch war sehr interessant. Wir erfuhren einiges über ein Leben in Kenia, welches nicht sehr teuer zu sein scheint. Dieser Schweizer schien uns ein einfacher Mann zu sein, der allerdings mit ein wenig Kapital in Kenia schon einiges auf die Beine stellen konnte.

Walter aus Kenia

 Hochseefischen in Kenia - Angelurlaub in Ostafrika - Afrika Safaris - Kapstadt Reisebericht

Hochseefischen Kenia

 

 

 

 

 

Bitte das Bild anklicken!

Südafrika Pelikane Kapstadt Reiseberichte Vogelwelt in Afrika

Kapstadt Vogelwelt

 

 

Nach dem Frühstück fuhren wir über Camps Bay nach Hout Bay (Atlantischer Ozean). In Hout Bay besuchten wir den Vogelpark World of Birds (Eintritt R 55). Hier handelt es sich um einen Vogelpark, in dem man nicht an den Käfigen vorbei, sondern durch die Käfige geht. Das ganze ist schon ein Erlebnis, zumal man z. T. Auge in Auge mit großen Eulen oder Raubvögeln steht.

 

Die eigentliche Attraktion des Parks sind allerdings die kleinen Totenkopfäffchen, die man in deren Gehege ebenfalls aufsuchen kann. Auf herrlich amüsante Weise kommt man dort mit den kleinen frechen Wesen in Kontakt, die einem, wenn man nicht aufpasst, alles stibitzen, an das sie nur gelangen können. Vermuten sie Futter an einer Person oder in deren Taschen, wird man von den kleinen Äffchen bestürmt, hat sie auf Schulter und Arm sitzen.  

 

 

Jörg versuchten sie krampfhaft die Armbanduhr zu stehlen. Bei mir mühte sich einer mit einem Kuschelbären an meinem Rucksack ab und versuchte dann schließlich mit einem Film zu entkommen. Wir verbrachten in diesem Gehege sehr lustige Minuten mit den kleinen Räubern, die ursprünglich aus Südamerika kommen und in Afrika gar nicht heimisch sind. Anschließend besuchten wir noch die Schildkröten, derer es nun sehr viele gab. Ich finde diese Tiere irgendwie sehr faszinierend und würde selbst gern eine haben. Allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob sich das so recht realisieren lässt. Auf jeden Fall werde ich mich noch genauestens belesen, bevor wir uns die Schildkröte Afrika möglicherweise anschaffen (Wer möchte sie dann gern erben?).

 

Nach unseren Abenteuern in der World of Birds befuhren wir eine der berühmtesten und schönsten Küstenstraßen der Welt, den Chapmans Peak Drive (Gebühr R 23). Diese Straße wird wohl sehr gern für Werbe- und Filmaufnahmen genutzt und schön ist sie tatsächlich. Auf der einen Seite der Atlantische Ozean in den schönsten Farben, auf der anderen Seite hohe, felsige Berge, die bedrohlich auf einen herabblicken (es gibt starke Drahtkonstruktionen, die vor Steinschlag schützen). An jeder Ecke erblickt man dort neue Fotomotive. Über den Chapmans Peak Drive fuhren wir nach Simons Town, um die südafrikanischen Brillenpinguine am Foxy Beach (Eintritt R 25) zu besuchen.

 

Es handelt sich hier nicht um die größte Kolonie Südafrikas, allerdings kann man den Tieren hier über einen Holzsteg sehr nah kommen, anstatt sie nur aus der Ferne zu betrachten. Der Anblick von Pinguinen auf einem weißen Sandstrand vor türkisblauem Meer ist wunderbar, sie watscheln zu sehen göttlich und laut Reiseführer klingen sie wie Esel, wenn sie sich gegenseitig rufen. Am Foxy Beach stießen wir zur Abwechslung auch einmal auf Japaner, die sich typisch japanisch benahmen, knipsten und laut erzählten. In Simons Town machten wir eine sehr gemütliche Mittagspause in einem Bistro namens Mauve in einer kleinen Seitengasse. Eigentlich war es ein Modegeschäft, aber draußen standen unter einem Baum gemütliche Sessel mit bunten Kissen. Sehr entspannend.

 

Zuguter letzt ging es an diesem Tag an das Kap der guten Hoffnung im Table Mountain National Park (Eintritt R 55). Leider hatten wir nur noch knappe 2 1/2 Stunden Zeit. Der Park ist sehr abwechslungsreich und bietet landschaftlich unheimlich viele Aspekte. Immer wieder gibt es kleine Rundwege und Ausblicke. Man steigt aus und denkt man ist in Schottland, so rau sieht die Landschaft aus. Karge Vegetation und Felsen. Dann fährt man wieder ein Stück weiter, gelangt auf die Seite des Indischen Ozeans und findet grüne Wiesen und sanfte Sandstrände vor. Unterwegs trifft man auf Paviane (es wird immer wieder vor deren Aggressivität gewarnt), Antilopen oder Strauße.

 

Am Cape Point, dem Leuchtturm am Kap, wird man von rauen Winden umweht, die um den Pfeiler mit den Entfernungen in alle Welt (Cape Point -- Berlin über 9700 km) sausen. Am Kap der guten Hoffnung selbst kann man auf einen großen Felsen klettern und auf das stürmische und unfreundlich aussehende Meer schauen, von Stein zu Stein klettern, während man sich fragt, warum man an dieser rauen Stelle der Natur ausgerechnet von guten Hoffnungen redet. Auf jeden Fall beschlossen wir, vor unserer Abreise noch einmal wiederzukehren an das Kap. Auf dem Rückweg nach Kapstadt wollten wir in Fishhoek bei meinem Italiener essen gehen. Wir hielten in einem kleinen Ort, von dem ich mir nicht mehr sicher war, ob es der richtige ist.

 

Der arme Mensch, den ich fragte: "Excuse me. Is this Fishhoek?", dachte wohl auch, dass ich eine Verrückte bin. Am Abend kam ein frischer Wind auf und als wir wieder in Kapstadt waren (Zum Glück hatte ich schon etwas Rotwein getrunken. Als wir aus dem Auto stiegen, standen zwei Hunde böse bellend vor uns und ich quatschte einfach auf die ein. Jörg bewunderte mich dann später, dass ich so cool blieb.) und im Bett lagen (das Haus schien auch noch wie leergefegt), klapperten die Dachziegel, wackelten die Wände und ich sah immer schon unser kleines, blaues Auto vor mir, wie es davonfliegt.

 

Aber mit Sicherheit war es nicht der erste Sturm, den dieses Haus mitgemacht hat und alles blieb heil. Allerdings jagte ich Jörg dann noch einen Schreck ein, da ich in der Nacht einen Alptraum hatte und auf einmal brüllend losschrie. So war die Nacht doch für uns beide etwas unruhig.

 

Und hier geht der Reisebericht aus Südafrika weiter! >>>>>

 

 

Kapstadt Reiseberichte Südafrika Urlaubstagebuch

Kapstadt Reisebericht Teil 1 

Kapstadt Reisebericht Teil 2  

Kapstadt Reisebericht Teil 3  

Kapstadt Reisebericht Teil 4

Kapstadt Reisebericht Teil 5 

Oudtshoorn Reisebericht Teil 6 

Oudtshoorn Reisebericht Teil 7

Oudtshoorn Reisebericht Teil 8

Garden Route Reisebericht Teil 9 

Garden Route Touren Reisebericht 10 

Tsitsikama National Park Reisebericht 11 

Otter Trail Reisebericht 12 

Garden Route Safari Teil 13 

Addo National Park Reisebericht Teil 14 

Karoo National Park Teil 15 & 16 

Polizist Reisebericht Teil 17 

Kirstenbosch Reisebericht Teil 18 

Weihnachtsmarkt Reisebericht 19 

Kapstadt Waterfront Reisebericht 20

zurück Kapstadt Urlaub - Artikelschmiede

Kapstadt Reiseberichte Hauptseite

Die rote Schrift zeigt Ihnen, wo Sie sich gerade befinden!