Addo National Park Reisebericht - Südafrika Urlaubstagebuch - Teil 14

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Garden Route - Addo National Park Reisebericht - Südafrika Urlaubstagebuch

 

 

 

 

28. November 2006, 14. Tag

 

Wir standen früh auf, um pünktlich wegzukommen und frühzeitig im Addo Elephant Park zu sein. Schließlich wollten wir den Tag so gut wie möglich nutzen. Wir mussten ca. 70 km fahren. Über das Südcamp gelangten wir in den Park und fuhren in das Main Camp. Am Eingang (Eintritt R 40) bekamen wir eine Landkarte mit einer Liste der Tiere, die es zu sehen gibt. Man konnte überall sein Kreuzchen machen, wenn man eines der Tiere gesehen hatte. An der Straße standen Warnschilder, dass man bitte auf den Dung Beetle achten solle, der gern seine Eier in den Elefantenhaufen ablegt und diese auch frist (hm lecker). Das gesamte Addo Areal ist riesig und soll auch noch erweitert werden. Um Wildtiere zu sehen, besucht man allerdings das Maincamp. Mit unserem blauen Flitzer machten wir uns also auf Safari.

 

Das erste Tier, das wir sahen, war ein Warzenschwein. Und dann sahen wir immer wieder Warzenschweine (Waren wir doch im Addo Warzenschwein Park?). Wir fuhren alle Wege ab und hier war es schon deutlich schwieriger Tiere zu sehen, was allerdings auch sehr viel natürlicher wirkte. In der Hitze verstecken sich die meisten Tiere ohnehin. Ab und zu schaute aus einem Busch ein Kudu heraus oder ein Zebra. An einem Wasserloch konnten wir eine große Gruppe Elefanten beobachten. Im Park gibt es inzwischen über 400 Elefanten. Ursprünglich waren es einmal 11 Stück. Elefanten beim Baden und trinken zuzuschauen ist sehr schön. Wirklich beeindruckende Tiere.

 

In den Park darf man übrigens keine Zitrusfrüchte mitnehmen. Früher wurden die Elefanten im Winter mit Orangen gefüttert. Die Elefanten wurden dann etwas verhaltensgestört, da sie sich nur noch am Tor aufhielten und nicht mehr durch die Gegend wanderten, aus Angst, den Lkw mit den Orangen zu verpassen. In den 70er Jahren wurde das eingestellt, aber manche Elefanten sind wohl immer noch nicht clean und rückfallgefährdet. Tagsüber hatten wir nicht viel Glück mit unseren Tierbeobachtungen. Es war nur sehr warm im Auto.

 

Mittags fuhren wir ins Rest Camp, um einzuchecken und etwas zu essen. Wir hatten ein Safari-Zelt direkt mit Blick in den Park. Das Zelt war echt schön. Der Boden war aus Holz und im Zelt standen richtige Betten. Außerdem hatten wir eine hübsche kleine Terrasse. Unsere Mittagspause dehnten wir etwas, da uns einfach zu warm im Auto geworden wäre. Wir bekamen noch Besuch von einer neugierigen älteren Frau aus Johannesburg, die unbedingt unser Zelt von innen sehen wollte. Die Zeit nutzte sie, um uns ihre gesamte Lebensgeschichte zu erzählen. Dass sie früher mit den Kindern jedes Jahr in den Krüger Park fuhr, ihre Tochter jetzt aber nach Kanada und ihr Sohn (?) nach Deutschland ausgewandert seien, weil das Leben für junge Leute in Südafrika keine Zukunft hat bzw. weil man in diesem Land wohl einfach nicht gern Kinder großziehen möchte. Irgendwann konnte sie sich aber doch dazu entschließen wieder zu gehen und wir tranken gemütlich Kaffee auf der Terrasse und beobachteten Warzenschweine, Schildkröten und Erdmännchen. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder in den Park. Nun waren alle Elefanten auf Wanderschaft.

 

Außerdem sahen wir noch einige andere Tiere, wie z. B. einen Schakal. Im Licht der untergehenden Sonne sah das alles sehr schön aus. Nach unserer Rückkehr ins Rest Camp kochten wir Pasta und öffneten einen Rosé. Igitt. Das waren die schrecklichsten Nudeln und der grässlichste Wein, den ich zu mir genommen habe. Nun ja. Muss auch mal sein. Als es dunkel war, gingen wir zum Ausblick am Wasserloch, wo man einige Tiere sah. Später saßen wir vor unserem Zelt und auf einmal raschelte es. Keine 20 m von uns entfernt stand ein Elefant und fraß gemütlich vor sich.

 

Einen eigenen Elefanten hat mich nicht oft vor der Tür. Als es kühl wurde, krabbelten wir in unser Bett und versuchten zu schlafen. Die Geräusche aus dem Park waren aber schon sehr außergewöhnlich. Überall hörte man Tiere rufen, schreien, sich bewegen. Die Schakale heulten, die Hyänen jaulten. Und am Morgen begannen die Vögel Radau zu machen. Es war richtig Remmidemmi da draußen im Busch. Unglaublich. Aber auch sehr spannend. Man überlegt, was war das jetzt wohl für ein Tier. Ruhe kehrt erst wieder mit der Hitze des Tages ein.

 

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