Kometen aus unserem Universum
Kometen sind "schmutzige Schneebälle" aus Gas und Staub, die die Sonne auf einer stark elliptischen Bahn umkreisen. Kommt ein Komet in die Nähe der Sonne, so verdampft ein Teil des Kometen und es bildet sich ein Schweif. Dabei unterscheidet man zwischen dem Staubschweif und dem Gasschweif. Beide werden vom Sonnenwind von der Sonne weggeblasen, doch der Staubschweif wird durch die Massenträgheit beeinflußt und die Schweife sind daher manchmal aufgetrennt. Ein Komet zieht daher nicht seinen Schweif hinter sich her, sondern der Schweif weist mehr oder weniger von der Sonne weg, insbesondere der Gasschweif.
Kometen werden nach ihren Entdeckern benannt. So haben den berühmten Kometen Hale-Bopp unabhängig voneinander die beiden Amerikaner Alan Hale und Thomas Bopp entdeckt. Immer häufiger werden Kometen von Einrichtungen entdeckt, die gezielt mit Teleskopen und CCD-Kameras nach ihnen suchen, z.B. Linear.
Kometen sind dann besonders hell, wenn sie groß sind, nahe an der Sonne oder nahe an der Erde vorbeiziehen. Hale-Bopp war ein extrem großer Komet, er zog jedoch weit von Sonne und Erde entfernt auf seiner Bahn. Dies hatte zur Folge, daß er über einen sehr langen Zeitraum sehr gut beobachtet werden konnte.
Der Komet Hyakutake hingegen zog besonders dicht an der Erde vorbei. Er war daher sehr hell, aber nur für ein paar Tage. Dann entfernte er sich wieder ins Universum.
Komet Bradfield, der in der Öffentlichkeit kaum bemerkt wurde, zog sehr dicht an der Sonne vorbei und entwickelte daher einen prächtigen langen Schweif. Da er so dicht an der Sonne stand, war er allerdings nur in der Dämmerung zu sehen und schwierig beobachtbar, und das auch nur über wenige Tage mit großem Schweif.
Komet Machholz hatte eine Bahn, die ihn von der Sonne aus gesehen hinter die Erde führte. Daher war er teilweise während der ganzen Nacht zu sehen und über einen längeren Zeitraum hinweg gut beobachtbar.