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Liebe Kinder,
wir hatten einige Anfragen bezüglich Postboten und Briefmarken in Südafrika.
Fragen über Buschtrommeln, Rauchzeichen und Brieftauben in Südafrika.
Im Grunde hat sich nicht viel verändert, denn die meisten Postboten kommen immer noch mit dem Fahrrad, auch in Südafrika. Über Briefmarken werden wir eine Sonderseite machen. Rauchzeichen gibt es nicht in Südafrika, aber dafür einen tollen Stiefelbriefkasten, der früher in einem Baum hing.
Wir haben uns Mühe gemacht und für Euch etwas zusammen gestellt!
Viel Spass
Eure Ulrike
Buschtrommeln in Südafrika / Kapstadt
Viele afrikanische Stämme verfügen über eine ausgebildete Trommelsprache, die nicht nur von guter Musikqualität ist, sondern auch der Sprachübertragung dient. Teilweise ähnelt sie der traditionellen afrikanischen Musik. Sie sind die Telegraphen der Vorzeit und mit dem Morse-Alphabet unserer modernen Zeit zu vergleichen. Jedes Kind lernt diese Trommelsprache von Kindheit an und somit kann jeder Dorfbewohner die Trommelsprache verstehen. Mehr darüber auf folgender Internetseite: Buschtrommeln aus Südafrika - Kapstadt
Rauchzeichen
Die Indianer hatten eine eigenartige Methode entwickelt Nachrichten zu senden. Sie machten ein Feuer und hatten unterschiedliches feuchtes Brennmaterial parat. Sie konnten damit dunkle oder helle Rauchzeichen geben. Eine feuchte Decke wurde über das Feuer gehalten und wieder entfernt. Der Rauch wird dadurch gestoppt und Zeichen versandt. So konnten die Indianer in der weiten Pärie Rauchzeichen Ihren Nachbarstämmen übermitteln. Drei kurze Rauchwolken hiessen vielleicht, dass die Büffel kommen oder fünf kurze Rauchwolken, das sie weiterziehen oder Feinde nahen.
Flaschenpost
Die Flaschenpost ist schon sehr alt, eigentlich so alt, wie es die Flasche gibt. Selbst Kolumbus kam auf die Idee Post in einem Holzfass zu befördern, als er in einem schweren Sturm war und dachte, dass sein Schiff untergehen würde. Er schrieb einen langen Brief und wollte der Nachwelt seine Entdeckungen somit übermitteln. Das Fass ist jedoch nie gefunden worden, jedoch die Eintragung in seinem Tagebuch. Weiter wurde Flaschenpost auch benutzt, um die Meeresströmungen zu untersuchen. Es ist bekannt, dass die schnellste Flaschenpost von Neufundland nach Irland ganze 33 Tage unterwegs war. Die längste Flaschenpost war von der Karibik bis Gibraltar ganze 359 Jahre unterwegs. Das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie hat ganze 600 Flaschenbostbriefe in ihrer Sammlung!
Kugelpost
Die Kugelpost war eine Beförderung in wasserdichten übergrossen Zinkkugeln. Sie trieben unterhalb des Wassers und waren jedoch so ausgerichtet, dass sie nicht untergingen. In einer Zinkkugel waren bis zu 600 Briefe untergebracht. Sie wurden im Jahre 1871 während einer Belagerung von Paris eingesetzt, um damit heimlich Briefe aus der Stadt zu schmuggeln. Die meiste Kugelpost erreichte jedoch nicht ihren Empfänger.
Postbojen
Im Zeitalter der totalen Kommunikation klingt es eher unglaubwürdig, wenn ich von der Möglichkeit berichte, Post im Atlantik dem Meer zu übergeben, die dann wenige Tage später bei ihrem Adressaten landet. Jahrtausende haben die Menschen sich auf das Meer hinaus gewagt ohne jede Art der Verständigung von der offenen See zum Land. Die legendäre Flaschenpost, die ja auch erst nach der Erfindung der Flasche als Transportmittel zum Einsatz kam, führte meistens nicht zu dem erhofften Erfolg, da Strömung sowie Wind und Wetter die Reiseroute bestimmten. Erst mit dem Einsatz der Funktelegrafie auf Schiffen bestand die Möglichkeit, von fast jedem Fleck der Erde mittels verschiedener Landfunkstellen mit der Heimat in Verbindung zu treten. Aber auch dies ist alles längst Geschichte, da man inzwischen via Satellit nun wirklich von jedem Punkt der Erde auf jede denkbare Weise kommunizieren kann. Mehr über Postbojen auf folgender Internetseite: Postbojen in Kapstadt
Pferdekutchenpost
Die erste Postbeförderung per Pferdekutsche geht auf das Jahr 1657 zurück, als eine Postkutschenlinie zwischen London und Chester in Betrieb genommen wurde. Sie diente der Personenbefördung und der Postübermittlung. Die ersten Kutschen wurden im 15. Jahrhundert entwickelt. Die Befördung von Post per Pferd ist wahrscheinlich viel älter.
Postläufer
Das alte Ägypten gilt als Wiege des Postbeförderung. Das Hibe-Papyrus Dokument 255 vor Cristus Geburt gibt Beweis darüber, dass in dieser Zeit schon Post vom Empfänger bestätigt wurde. Im alten Ägypten wurden schnelle Läufer für die Postbeföderung eingesetzt. Brieftauben wurde zum Austausch von Nachrichten ebenfalls benutzt. Im alten Griechenland wegen der geografischen Lage ein Postläufer dem Pferdetransport vorgezogen. Man benannte die Läufer "Hemerodrome".
Brieftauben
Schon 5600 v. Chr. wurden Brieftauben in alten Ägypten eingesetzt. Ägyptische Sultane richteten im Mittelalter eine staatliche Taubenpost ein. London erfuhr per Taubenpost, dass Napleon 1815 die Schlacht von Waterloo verloren hatte.
Morsen
Am 4. September 1837 wurde das erste Morsetelegramm über eine Testleitung übermittelt. Ein Jahr später die Morsezeichen in der University of New York vorgeführt. Am 27. Mai 1844 wurde die erste öffentliche Telegrafenlinie zwischen Washington und Baltimore eröffnet.
Das erste Postamt in Südafrika - Mossel Bay – Garden Route
Der Stiefelpostkasten in Mossel Bay
Die alten Seefahrer und Entdecker von Südafrika nutzten auch andere Möglichkeiten der Kommunikation. So hing in einem alten Milkwood Baum in Mossel Bay (Südafrika) ein alter Stiefel, wo die Seefahrer Ihre Post für nachkommende Schiffe hinterliessen. Der Baum war in der Nähe einer Wasserquelle, wo Seefahrer Ihren Wasservorat auffüllten.
Entstehung des Postkasten nahm seinen Lauf, als im Jahre 1500 der Seefahrer Pedro de Ataide eine Nachricht in dem gesagtem Baum postierte. Diese Nachricht wurde 1501 vom Seefahrer Joao da Nova gefunden. So wurde dieser ”Stiefelpostkasten” weiter von den Seefahrern benutzt und fand seine nützliche Anwendung.
Als Erinnerung für diesen seltsamen "Postkasten" hat man einen versteinerten Stiefel oberhalb des Strandes von Mossel Bay aufgestellt.
Der alte Baum mit dem versteinerten Stiefel heisst heute "Post-Office-Tree" und noch heute kann man Ansichtskarten in diesem historischen Postkarten werfen. Alle Karten oder Briefe werden mit einem Sonderstempel versehen. Der Baum steht unter Denkmalschutz.
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Die Historiker sind sich jedoch nicht ganz einig, ob der Briefkasten aus einem alten Stiefel oder gusseisernen Topf bestand. Tatsache ist jedoch, dass dort wohl ältestes Briefkasten von Südafrika entstand.
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