Südafrika Wale - Der Walfang und seine Vergangenheit - Kapstadt Walbeobachtung


Solange es Menschen gibt, werden Wale gejagt. Im 18. Jahrhundert wurde der Walfang mit kleinen Ruderbooten betrieben. Ein Walfänger stand dabei mit seiner Handhapune im Boot und scheuderte die Hapune mit aller Gewalt in den Körper des Wales, dabei versuchte er immer, die Herznähe zu treffen. Der Wal tauchte voller Schmerz ab und der Kampf begann. Das Ruderboot wurde von dem fliehenden Wal kilometerweit mitgezogen.

 

Falls der Walfänger eine weitere Chance hatte, so wurden weitere Hapunen geworfen. Der Blutverlust des Wales schwächte das Tier so weit, bis es nicht mehr weiter schwimmen konnte. In diesem Todeskampf konnte es passieren, dass der Wahl das Ruderboot mit seiner riesigen Schwanzflosse zerstörte. In der Regel jedoch gewannen die Walfänger diesen Kampf und zogen das Tier zum Mutterschiff.

 

Auf dem Mutterschiff wurde der Wal dann mit riesigen Messern zerlegt und fast 100 %ig verwertet. Das Fett (Tran) des Wales wurde gekocht und Walöl hergestellt.


In vielen Straßenlaternen oder Kochstellen wurde Walöl als Brennstoff verwendet. Zum Glück wurde das Walöl bald von Kohle oder Erdölen abgelöst, sonst wäre der Wal wohl in der heutigen Zeit ausgestorben.

In Südafrika sind die Waljäger so vorgegangen, dass Sie zuerst das Junge hapuniert haben. Die Walmutter wollte darauf hin ihr Junges beschützen und wurde dann sofort mit weiteren Hapunen beschossen.

Es wurde in erster Linie der "Right Whale" gejagt, weil er sehr langsam schwimmen kann. Ein weiterer Vorteil war, dass der "Right Whale" wie eine Luftblase an der Meeresoberfläche schwimmt, wenn er gestorben ist, somit konnte er gut zum Mutterschiff gezogen werden.

Im Jahre 1790 töteten die Amerikaner in der False Bay vor den Toren von Kapstadts über 3000 Tiere in einer Saison, weil die Nachfrage nach Walprodukten auf der ganzen Welt sehr hoch war. Im Jahre 1930 blieben in Südafrika keine 50 Wale mehr übrig.

Ende des 18. Jahrhundert wurde die Schiffstechnik moderner und die Wale wurden mit den ersten Dampfschiffen gejagt. Auch die Harpunen waren von neuester Technik. Zielsicher und todbringend wurde die neuen Harpunen benutzt. Der Wal hatte keine Chance mehr bei der Jagd zu entkommen.

Im Jahre 1935 wurde in Südafrika kein Wal mehr gejagt. Viele andere Länder beschlossen ebenfalls den Walfang einzustellen. In einigen Ländern aber, wie z. B. Japan, gehört der Walfang zur Tradition und wird noch heute betrieben. Die Japaner vertreten ebenfalls die Meinung, dass der Wal die Fischbestände auffrisst, was natürlich nicht stimmen kann.

In der heutigen Zeit rechnet man damit, dass sich der Walbestand in Südafrika alle 10 Jahre verdoppelt. In der ganzen Welt schätzt man den Bestand auf 5500 Wale, in den südlichen Meeren auf einen Bestand von ca. 2200 Tieren.

 

Dieser Bestand darf auf keinen Fall durch Walfang gemindert werden! Kaufen Sie keine Walprodukte und beteiligen Sie sich dadurch am Schutz der Wale.

 

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