Kapstadt - Walbeobachtung an den Küsten von Südafrika

Sie können Walbeobachtungen in ganz Südafrika unternehmen. Die Wale halten sich in der südafrikanischen Winterzeit von Juli bis Oktober/November vor den Küsten von Südafrika auf.  Die beste Walbeobachtungszeit ist der Monat Oktober und September.

Mit dieser Seite möchten wir Ihnen Informationen übermitteln und Ihnen den besten Beobachtungsplatz in Südafrika empfehlen.

Hermanus liegt ca. 1,5 Autostunden von Kapstadt entfernt und hat ideale Voraussetzungen für eine Walbeobachtung, weil Sie von einem erhöhten Standpunkt aus, die einzigartigen Säugetiere sehr gut und nah beobachten können. Auch mögen die Wale die Bucht von Hermanus, weil sie dort ihre Jungen zur Welt bringen.

Informationen über Wale

In 2000 km Entfernung in den südlichen Polargewässern fressen sich die Glattwale ihren Fettvorrat an. Um ihre Jungen zu gebären unternehmen sie die Reise bis nach Südafrika, wo sie in den warmen Gewässern ihren Nachwuchs bekommen.

Im August werden die meisten Jungen geboren. Sie haben schon bei der Geburt eine Länge von 6 Metern und das Muttertier versorgt die Jungen mit ca. 500 Litern Muttermilch pro Tag. Die Jungen wachsen enorm schnell und werden jede Woche ca 20 cm, vom Körperumfang gemessen, größer.

An den Küsten von Südafrika halten sich, in der Zeit von August bis Mai, ca. 1500 Wale auf. An der ganzen afrikanischen Küste sind es ca. 4.500 Wale.

Machen Sie nicht den Fehler und mieten sich direkt an der Küste eine Unterkunft, wenn die Wale vor der Haustür sind. In der Nacht grunzen die Wale und die Geräusche sind noch in zwei km Entfernung zu hören. Sie werden nicht schlafen können, was jedoch auch ein Erlebnis ist, bei diesen singenden Urgeräuschen.

Wenn Sie jedoch von diesen Tieren begeistert sind, so werden Ihnen diese Grunzgeräusche ein bleibendes Erlebnis sein. In einigen Geschäften können Sie die Walgesänge auf CD kaufen.

Die Wale haben eine Sprache, die noch nicht ganz erforscht ist. Einige Verhaltensweisen sind jedoch für jederman ersichtlich und erklärbar. Wenn Wale mit ihrem riesigen Oberkörper auf die Wasserfläche klatschen, so fühlen sie sich wohl und wollen sich mit ihren Artgenossen unterhalten, spielen oder Aufmerksamkeit erzielen.

Falls der Wal seine Umwelt außerhalb des Wassers erkennen möchte, so stellt er seinen Körper fast senkrecht im Wasser auf. An der Wasseroberfläche zu sehen ist jedoch nur sein Kopf. Somit kann er alles überhalb des Wassers erkennen und sich an der Küste orientieren.

In Hermanus haben Sie den Vorteil, diese majestaetischen Meeresbewohner in unmittelbare Nähe zu beobachten. Teilweise kommen die jungen Kühe mit ihren Jungen direkt zu dem Strandfelsen und Sie können Sie fast berühren.

Das Erste, was Sie in der Bucht von Hermanus erkennen werden, sind die fünf bis neun Meter hohen Sprühfontaenen aus Wasserdampf. Nach näherem Blick erkennen Sie die Tiere sofort. Jedes neue Tier wird durch Walschreier oder von den vielen Touristen in dieser wunderschönen Küstenstadt mit staunernden Lauten begrüßt. Fast jeder Tourist ist mit einem Fernglas, Foto- oder Videokamera bewaffnet. Bitte schicken Sie uns erklassige Bilder oder Berichte. Gerne werden wir Ihre Bilder auf unseren Internetseiten veröffentlichen.

Wir hatten bei einem unserer zahlreichen Besuche in Hermanus sogar einen Killerwal (Ocra) vor Augen, was für uns ein ganz besonderes Erlebnis war.

Der Ocra ist der einzige Feind der Wale. In der Regel greift er einzeln oder im Rudel Wale an und es wird in vielen Fällen nur die Zunge des Wales erbeutet. Den Rest des Wales wird von Haien und anderen Meeresbewohner verspeist. Leider kann man den Ocra nicht dazu bewegen, von dieser Jagd abzuhalten. Auf dem Speiseplan des Ocras steht jedoch nicht nur der Wal und somit findet die Natur auch hier ihr Mittelmaß. Vor den Türen Südafrikas hat der Ocra ein großes Angebot, wie Robben, Tintenfische, Fische, Delphine oder Pinguine. Wie bei den Menschen, gibt es bei den Ocras auch Einzelgänger. In der Regel leben diese Meeresbewohner jedoch in Familiengruppen von bis zu 20 Tieren und jagen auch zusammen, wobei sie erstklassige Jagdtechniken anwenden. Wenn Sie im Rudel jagen, so schwimmen sie im Bogen mit der ganzen Gruppe. So wird die Beute eingekreist und sobald der Ring immer enger wird, die Beute verspeist.

In Hermanus finden Sie sehr viele Glattwale (Eubalaena), von denen es drei verschiedene Gattungen gibt. In der Bucht können Sie an manchen Tagen bis zu 150 Wale beobachten. In Hermanus können Sie den südlichen Glattwal bewundern.

Sein genauer Name lautet:

Scientific name: Südlicher Glattwal (Eubalaena australis)

Die Haut vom Wal ist blauschwarz bis hellbraun. Erkennen können Sie den Glattwal durch die hornigen Wucherungen in Kopfnähe. Die Wucherungen nennt man "Bonnet". Dadurch können Sie auch die einzelnen Wale unterscheiden, da jede Wucherung unterschiedlich ist.

Walschutz in Südafrika

  • Wale dürfen nicht gejagt oder geschossen werden.
  • Bis zu einer Entfernung von 300 Metern darf sich keiner einem Wal nähern, auch nicht aus der Luft.
  • Sollte der Wal näher kommen, so muss man sich sofort entfernen.

Walfang in Südafrika

In der Vergangenheit wurden auch in Südafrika Wale gejagt. Der Glattwal war eine sehr leichte Beute, weil er nur eine Geschwindigkeit von 5 km/h erreicht. Wenn er geschossen wurde, so ging er nicht unter und die damaligen Fischer hatte es somit sehr einfach mit ihm. Zum Glück wird in Südafrika der Wal geschützt, da man erkannt hat, dass man mit Waltourismus mehr Geld erziehlen kann.

Auch Sie können den Wal schützen!

  • Kaufen Sie keine Walprodukte jeglicher Art, denn alle Walprodukte können durch andere Produkte ersetzt werden!

Weitere Informationen:

 

Interessantes vom Wal

  • Man könnte der Meinung sein, dass der Glattwal mit seinem riesigen Maul einen Stuhl schlucken könnte. Dies ist nicht so, denn er könnte noch nicht einmal einen Apfel schlucken. In den Polargewässern nimmt der Glattwal am Tag ca. 500 bis 1600 kg Nahrung zu sich. In seinem Maul hat er "Barten", die ähnlich wie ein Sieb/Filter arbeiten.. Durch die "Barten" drückt er riesige Wassermengen und fischt so seine kleine Nahrung heraus. Sie besteht in erster Linie aus Leuchtkrebsen und Ruderfusskrebsen (Krill), die eine Größe von ca. 0,5 bis 1,5 mm haben. Der Buckelwal gehört auch zur Familie der "Bartenwale".
  • Im Oktober 1988 wurden drei Grauwale in einer einmaligen Rettungsaktion im arktischen Gewässer von Russland, USA und einheimischen Eskimos gerettet. Das Eis war so dick geworden, dass die Tiere sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnten. Ein Grauwal starb bei der Rettungsaktion, aber immerhin wurden noch zwei Wale gerettet. Die Kosten der Rettung beliefen sich auf stolze eine Mio Dollar.
  • 1966 erregte ein Weißwal in Deutschand großes Interesse als er den Rhein ca. 400 km aufwärts schwamm.
  • Wussten Sie, dass der Narwal, der jedoch im Nordpolarmeer sein zu Hause hat, einen gedrehten und geraden Stoßzahn mit einer länge von drei Metern auf dem Kopf besitzt?
  • Der Zahnwal benutzt zur Lähmung seiner Beute Schallwellen.
  • Grauwale: Die Walfischer nutzten die Familenzusammengehörigkeit der Grauwale aus. Sie harpunierten erst die Jungen. Die Weibchen griffen somit die Fangboote an, was ihnen meistens zum Verhängnis wurde. In einigen Fällen wurden jedoch die Fangboote zerstört, was aber zum Berufsrisiko eines Walfischers gehörte. Von den Fischern wurde der Grauwal auch als Teufelswal bezeichnet, weil er sich wehrt, wenn er oder seine Artgenossen in Bedrängnis kommen.
  • Grauwale schwimmen ca. 80 km am Tag.
  • Wale besuchen die großen südlichen Ozeane seit ungefähr 60 Million Jahren.
  • Jede Walfamilie hat einen anderen Dialekt! So kann man einzelne Familien über Unterwassermikrofone leicht unterscheiden!

Buchempfehlung in englischer Sprache:

  • Verfasser: Peter B. Best - Whale watching in South Africa ( The Southern Right Whale )

 

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