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Traditionelle Medizin aus Kapstadt - Südafrika
Vor der Kolonisierung des afrikanischen Kontinents durch die Europäer waren die Künste des "Medizinmannes" weit verbreitet. Die Zulu nannten ihre Heiler "Inyanga" oder "Isangoma", die Xhosa "Ixwele" und "Amaquira" und die Sotho "Nqaka". Auch in Afrikaans gibt es Wörter, die diese Tätigkeit/Tradition beschreiben: Toordokter, Bossiedokter, Kruiedokter, Boererate und Kruierate. Auch wenn der "Beruf" des Medizinmannes eher spirituell dotiert war, verfügten doch auch die älteren Mitglieder des Stammes, die Geburtshelfer, die Medien, die Kräuterkenner und selbst die einfachen Menschen, die im Busch lebten, über medizinisches Wissen.
Die folgende Beschreibung der Pflanzen/Kräuter dient lediglich zum Informationszweck. Weder werben noch verschreiben wir Pflanzen/Kräuter bei spezifischen Krankheitsbildern. Die Nutzung der Information erfolgt auf eigene Gefahr.
Acacia nilotica (Mimosa nilotica)
Die Zulu nehmen die Rinde bei Husten ein. Die astringente Rinde wird außerdem bei Durchfall und Lepra eingesetzt. Andere Arten der Anwendungen umfassen Linderung bei Husten, Zahnschmerzen, Ophthalmia und Syphilis-Geschwüren.
Acacia hebeclada
Die Wurzel kann dazu verwendet werden, Durchfall zu behandeln
Acacia erioloba
Mit dem getrocknetem Pulver der Hülsen können Ohrentzündungen behandelt werden, mit dem Saft Gonorrhöe. Die pulverisierte und gebrannte Rinde kann bei der Behandlung von Kopfschmerzen dienen.
Acokanthera oppositifolia
Diese Pflanze und ALLE Teile von ihr sind extrem giftig und sie enthält mehrere Herzglykoside, von denen Acovenoside A den Hauptbestandteil bildet. Ein weiterer Bestandteil ist das bekannte Jagdgift Ouabain. Acovenoside A ist toxisch und selbst eine kleine Dosis kann zum Tod führen.
Ein Aufguss aus der Rinde der Wurzel wird zur Behandlung von übermäßigen und irregulären Mentruationen verwendet. Kleine Portionen werden oral bei Zahnschmerzen eingesetzt.
Weitere medizinische Anwendungen umfassen die Behandlung von Erkältungen, Milzbrand und Bandwürmern.
African Vocanga (Vocanga africana)
Diese Pflanze wird von den Diola in Africa gegen ansteckende Krankheiten eingesetzt. Berichten zufolge wird sie außerdem dazu verwendet, geistige Verwirrungszustände und Schmerzen zu behandeln. Sie enthält Voacangine (Carbomethoxy-Ibogaine), Ibogamin und andere unidentifizierte Alkaloide.
Löwenohr (Leonotis and Leonuris)
Das Löwenohr ist bekannt für seine beruhigende Wirkung als Tee. In Südafrika werden die Blätter und Zweige auch als Soforthilfe gegen Schlangenbisse und Stiche eingesetzt. Der Sud, der aus dem Löwenohr hergestellt wird, soll angeblich gegen juckende Haut und bei Ekzeme helfen.
Dem Tee wird außerdem nachgesagt, dass er bei Kopfschmerzen, Bronchitis, hohem Blutdruck und Erkältungen helfen soll. Die Pflanze enthält leicht flüchtige Öle und Marrubiin.
Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
Wurde als effektives Mittel gegen Arthritis eingesetzt und soll auch bei Leberproblemen und Gallenblasenbeschwerden helfen.
Die Teufelskralle ist in Südafrika ein altes Naturheilmittel gegen Schmerzen verschiedener Art, besonders bei Rheumaerkrankungen. Lesen Sie mehr auf folgender Internetseite:
Yohimbe(he)rinde (Pausinystalia johimbe)
Beschleunigt den Blutfluss zu den Genitalien und soll bei Impotenz helfen. Außerdem wird es als Breiumschlag dazu verwendet, Schmerzen zu lindern. Weitere Anwendungsmöglichkeiten umfassen die Benutzung als Aufguß, Sud, Extrakt und Tinktur. Die Rinde wird als mildes Halluzinogen geraucht.
Yohimbe selbst ist ein immergrüner Baum, der eine Höhe von 28 Meter und eine Breite von 14 Meter erreicht und im südwestlichen Nigeria, in Kamerun, Gabon und im Kongo beheimatet ist.
Die Yohimberinde wird in der traditionellen westafrikanischen Medizin als Aphrodisiakum eingesetzt, speziell bei männlichen Erektionsbeschwerden, die diabetischer und vaskularer Natur sind. Es soll sowohl die Erektion wie auch den Speichelfluss stimulieren. Bisher gibt es noch keine ausreichenden Studien an menschlichen Objekte bezüglich der Wirksamkeit der Pflanze oder ihrem Extrakt. Einzelne Studien haben jedoch herausgefunden, dass eine niedrige Dosis das Fasten unterstützen kann und auch im Rahmen einer Diät haben sich Anwendungen gefunden. Obwohl die Yohimberinde in den Vereinigten Staaten in Drogerien und Naturläden frei verkäuflich ist und sogar per Post bestellt werden kann, sollte die Pflanze doch umsichtig verwendet werden.
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