In der Nähe der südafrikanischen Metropole Johannesburg, haben Archäologen die wohl älteste menschliche Behausung, südlich Ägyptens entdeckt. Sie soll nach Schätzungen rund 10 000 bis 15 000 Jahre alt sein.
Das Alter der Behausung konnte nur durch Inbezugnahme der am Fundort entdeckten Werkzeuge, wie Steinbeile und Steinmesser, geschätzt werden, da keine Fossilien aufzufinden waren. Unter den Funden waren zum Beispiel auch fussballgrosse Steine, die in einem Halbkreis angeordnet waren.
Es wird vermutet, dass die Steine damals Äste beschwert haben, die in den Boden gerammt wurden, während die anderen Enden in der Mitte zusammengebunden wurden. Auf diese Weise entstand ein Dach.
Eine vergleichbare Behausung wurde beispielsweise in Frankreich gefunden. Hier sind die Funde geschätzte hunderttausend Jahre alt. Eine Erklärung, warum Menschen in Südafrika erst später begannen, verwandte Hütten zu bauen, mag das milde Klima sein.
Unterwasserfund – Steinzeitwerkzeug vor Kapstadt gefunden
In der Meeresbucht von Table Bay direkt am Zentrum Kapstadts haben ein südafrikanischer Unterwasserarchäologe und zwei weitere Taucher Werkzeuge aus einer lange zurückliegenden Zeit entdeckt. Bei den als Steinzeitäxte identifizierten Funde, handelt es sich nach Aussagen der Cape Times um die ältesten Ausgrabungen, die je unter Wasser gefunden wurden.
Bei der Freilegung eines Schiffswrackes aus dem 17. Jahrhundert stießen die Taucher auf verschiedene Funde, wie kaputte Töpferwaren, Teelöffel und Kanonenkugeln. Erst bei Ausgrabungen, bei denen tiefer in den Meeresboden eingetrungen wurde, fand man die drei Äxte. Sie sollen zwischen 300 000 und 1,4 Millionen Jahre alt sein. Weitere Entdeckungen am Fundort waren fosslile Knochen von Nashörnern und ein Nashornzahn.
Nach Meinung des Unterwasserforschers Bruno Werz hat der Meeresspiegel in dieser Zeit etwa 10m niedriger gelegen. Hinweisen zufolge bestand das Gebiet des Table Bay aus einem fruchtbaren Fluss-Delta und einem fruchtbaren Tal, indem Büffel und Nashörner lebten. Mit den gefundenen Äxten wurden die Tiere wahrscheinlich zerlegt oder getötet.
Eine weitere Steinzeitaxt ist immer noch sehr scharf, was ein Hinweis darauf sein kann, dass sie, mit Sand bedeckt, all die Zeit an der gleichen Stelle gelegen hat, an der die Menschen sie damals abgelegt oder verloren haben.