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25. November 2006, 11. Tag
Nach dem Frühstück wartete wieder ein ausgefüllter Tag auf uns. Heute ging es Richtung Tsitsikama National Park. Zunächst machen wir einen Zwischenstopp, um uns kurz den höchsten Bungee-Sprung der Welt von der Brücke des Bloukrans Rivers anzuschauen. 216 m geht es dort in die Tiefe. Man hält es ja nicht für möglich, wie viele Leute diesen Wahnsinn mitmachen (R 580). Weiter ging es anschließend zum Big Tree. Hierbei handelt es sich um einen 35 m hohen Yellow-Wood-Baum im Urwald. Zuerst war dieser Ausflug auch wirklich interessant. Auf Holzstegen ging es durch den Urwald und ich war beeindruckt von den üppigen Pflanzen, den hohen Bäumen usw. Wir wollten eine kleine Rundwanderung dort machen. Aber das war so gar nicht mein Fall. Auf einem sehr engen Pfad ging es durch den Urwald. Man hörte nur einige Vögel zwitschern und schreien.
Ansonsten war jedes Geräusch durch die Blätter gedämpft und weit weg. Gesehen habe ich vom Wald nichts, da ich immer nur auf den Boden schaute, ob dort nicht Schlangen herumliegen, auf die ich treten könnte. Vorher hatte ich nämlich noch Geschichten von einer aggressiven Puff-Otter gehört, die nicht Reißaus nimmt, wenn Menschen auftauchen. Dieser Rundweg waren die schlimmsten 2,4 km meines Lebens.Als wir dies überlebt hatten, fuhren wir endlich in den Tsitsikama National Park (Eintritt R 40). Dort war es gleich sehr viel schöner. Direkt am Meer setzen wir uns auf eine Bank und machten Mittagspause (Sandwich und Obst). Unsere erste Wanderung führte über den Stormsriver mit einer hübschen Hängebrücke auf einen Berg, von dem man schöne Aussicht auf die Küste hatte. Es war nur unglaublich war unterwegs. Landschaftlich war es allerdings super. Im Meer sahen die ersten Delphine. Sie sprangen in den Wellen herum. Es waren bestimmt 15 Tiere.
Nach einem schönen Eis auf dem Rückweg wollten wir nun den Tagesmarsch vom Otter Trail machen. Der Otter Trail ist einer der ersten Wanderwege Südafrikas. Die 42 km läuft man in 5 Tagen, übernachtet unterwegs in kleinen Holzhütten. Allerdings darf immer nur eine bestimmte Zahl an Wanderern unterwegs sein, weshalb man sich bereits ein Jahr im Voraus für die Gesamtwanderung des Otter Trails anmelden muss. Für alle anderen Besucher des Parks gibt es aber noch die Tageswanderung bis zum Wasserfall. An diesem Tag waren wir allerdings zu spät dran.
Man sollte zu der Wanderung spätestens um 14.30 Uhr aufbrechen. Also liefen wir nur ein kleines Stück des Weges (ungefähr die Hälfte). Aber auch das war wunderschön. Der Weg führt direkt am Ozean entlang, die Wellen klatschen mächtig an die Felsen und spritzen das Wasser hoch in die Luft. Die Luft ist überhaupt ganz salzig und würzig von den Pflanzen, die ätherische Öle verströmen. Sehr intensiv sind die Düfte dort, ähnlich wie die Macchia auf Korsika. Manchmal ist der Weg auch sehr schwierig. Dann springt man von Stein zu Stein und folgt der gelben Tatze des Otters. Wir hatten auf dem Rückweg sogar das Glück einen Otter zu sehen. Diese Tiere sind selten und scheu. Sowohl der Otter als auch ich haben einen Schreck bekommen, als wir uns auf einmal in die Augen blickten. In der Abendsonne sahen die Felsen und der Ozean besonders schön aus. Wir waren richtig traurig, dass wir zu spät gekommen sind für die ganze Strecke.
Abends beim Grillen fragte ich Jörg, ob wir nicht auf dem Weg nach Port Elizabeth noch einmal im Tsitsikama National Park vorbeifahren wollen, um die Wanderung bis zum Wasserfall zu machen. In die Richtung mussten wir ohnehin fahren. Jörg war sogleich begeistert von der Idee...
Und hier geht der Reisebericht aus Kapstadt Südafrika weiter! >>>>>
Kapstadt Reiseberichte Südafrika Urlaubstagebuch - Erlebnisse von Reisen in Südafrika
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