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Garden Route Touren - Reisebericht vom Otter Trail - Südafrika Urlaubstagebuch
Kapstadt Reiseberichte - 26. November 2006, 12. Tag
Und so standen wir an diesem Tag erneut am Beginn des Otter Trails. Der Weg hatte es ganz schön in sich. Zwar waren es bis zum Wasserfall lediglich 3,1 km, aber die waren z. T. sehr unwegsam. Es ging auf und ab, über Steine, Wurzeln und wieder auf und ab. Sehr anstrengend und sehr schön. Die Natur dort ist unglaublich. Beeindruckende Vegetation und davor das lebendige Meer. Wir genossen jede Minute des Weges, da es einfach nur eine Augenweide war. Landschaftlich hat es uns im Tsitsikama National Park wohl mit am besten gefallen.
Der Wasserfall war dann auch grandios. Er stürzte in ein natürliches Wasserbecken, bevor das Wasser dann weiter ins Meer floss. Ein bisschen ärgerlich war es, dass wir keine Schwimmsachen dabei hatten, denn dort hätte man sehr gut schwimmen können, was viele Menschen auch taten. Wir konnten lediglich unsere Füße und den Kopf abkühlen und machten dort unser Picknick. Und wir bekamen richtig Lust eines Tages den gesamten Otter Trail zu wandern.
Gegen 13.00 Uhr fuhren wir weiter nach Port Elizabeth und trafen dort am Nachmittag ein. P. E. (Port Elizabeth) war uns nicht geheuer. Unser Backpacker an sich war nicht schlimm, sondern im großen und ganzen nett, aber die Umgebung sagte uns nicht so zu. Wir kauften im Supermarkt schnell etwas ein und sahen aber zu, dass wir schnell wieder hinter die schützenden Gitter des Backpackers kamen. Unglaublich solch ein Gefühl mitten am Tage haben zu müssen. So genau kann man auch das Unwohlsein nicht definieren. Vielleicht weil die Straßen so ausgestorben und unordentlich dort wirkten? Auf jeden Fall hatten wir keine große Lust mehr von P. E. zu sehen als den Supermarkt und außerdem wollten wir auch mal wieder ein wenig herumgammeln. So haben wir uns abends Bratkartoffeln gemacht und ein Bierchen getrunken.
In der Küche kamen wir dann mit einem weißen Südafrikaner ins Gespräch und bekamen dieses Mal einen Eindruck von der anderen Seite der Medaille. Insgesamt war mir der Mensch recht unsympathisch, da sein Meinungsbild über die Schwarzen doch sehr hinterweltlich und ungerecht war. Sehr abwertend eben. Er war der festen Überzeugung, alle würden noch in runden Hütten leben und weder Strom noch fließend Wasser zu gebrauchen wissen. Seine Ansichten waren doch sehr überspitzt. Andererseits kann ich es auch verstehen, wenn er es als Farmer nicht gern sieht, wenn den Leuten das Land wieder weggenommen wird, um es an die schwarze Bevölkerung zu verteilen, wenn dann das Land brach liegt und zunehmend verkommt.
Er sprach auch viel davon, dass in Südafrika alles nur noch über Korruption läuft. Geld sei das Einzige was zählt. Hier gewannen wir den Eindruck, dass der Frust doch auf beiden Seiten sehr stark zu sein scheint. Auf meine Frage, ob er der Meinung sei, dass Südafrika irgendwann ein sicheres Land sein könnte, sagte er: "Nein. Nie.". Es ist schon traurig, wenn man in einem Land leben muss, in dem man keine Sicherheit für sich und andere sieht, auch in ferner Zukunft nicht. Das wirkte alles sehr perspektivlos.
Und hier geht der Reisebericht aus Kapstadt Südafrika weiter! >>>>>
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