Karoo National Park - Reisebericht über Südafrika - Touren in der Karoo - Tag 15 & 16

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Südafrika Reisebericht - Karoo National Park - Kapstadt Urlaubstagebuch

 

 

29. November 2006, 15. Tag

 

Bereits um 5.30 Uhr saßen wir draußen und tranken unseren ersten Kaffee. Um 6.00 Uhr fuhren wir durch das Tor in den Park. So früh am Morgen war die beste Zeit, um Tiere zu sehen. Alles war noch unterwegs zum oder vom Fressen. Und wir hatten großes Glück. Wir sahen sogar eine Hyäne, die nach Hause trottete und einen kleinen Erdwolf, der etwas verhungert wirkte. Nach zwei Stunden Morgensafari frühstückten wir und fuhren weiter zu unserem nächsten Ziel. Die große Karoo. Der Karoo National Park bei Beaufort West. Die Fahrt war lang und heiß. Und vor allen Dingen auch abseits aller Touristenstrecken und somit etwas aufregend. Bis Willowmore gab es wenigstens geteerte Straßen.

 

Aber die Gegendselbst war einsam. Man konnte fahren und fahren, ohne dass man eine Spur von Menschen sah. Und es wurde zunehmend trockener und öder. In Willowmore, wo wir etwas essen wollten, gerieten wir in eine Polizeikontrolle und wurden ordentlich durch die Mängel genommen. Führerschein, Pässe, Gepäck, Visum... Alles musste vorgezeigt werden. Der Polizist stellte unheimlich viele Fragen, so dass ich im Nachhinein das Gefühl hatte, dass dieser einfach nur mal klarstellen wollte, wer am längeren Hebel sitzt. Nach dem Essen in Willowmore mussten wir 120 km auf einer Schotterpiste fahren. Hier war uns gar nicht wohl. Wir waren mitten im Nirgendwo. Ich hatte immer Angst, dass wir stehen bleiben würden und nicht einmal Handyempfang haben. Aber am Nachmittag kamen wir wohlbehalten im Karoo National Park an, schwammen eine Runde imPool, waren lecker essen und saßen abends mit den Geckos zusammen auf der Terrasse unseres Cottages.

 

30. November 2006, 16. Tag

 

In der Karoo war es unheimlich heiß. Unsere Wanderpläne ließen wir fallen, denn dann hätten wir wahrscheinlich um 4.00 Uhr morgens loswandern müssen. Schon zum Frühstück war es kaum auszuhalten. Mit dem Auto fuhren wir ein wenig durch den Park und sahen nur Halbwüste, Berge, Schluchten, aber alles sehr öde und trocken. Eine lebensfeindliche Umgebung.

 

Am späten Nachmittag entdeckten wir sogar noch einige Tiere (Antilopen und Zebras). Bevor wir zu unserem Night Drive aufbrachen, gab es einen leckeren Salat. Die nächtliche Safari wurde dann zur Privattour. Jörg, ich, der Fahrer und der Beleuchter, der die Tiere ausfindig machte. Es war aber dennoch sehr interessant. Man sah des Nachts, dass die Halbwüste recht lebendig ist, mehr als man denkt. Viele Tiere kommen eben wirklich nur in der Nacht aus dem Versteck. Das hat uns schon gefallen.

 

 

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