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Bildquelle NASA

 

 

Was ist falsch an der Sonne und dem Mond in Südafrika?

Wieviel Sterne gibt es in Südafrika?

 

Gerade "jensets des Äquator" sind astronomisch einige Dinge anders als in Europa. Nicht zu vergessen den völlig anderen Nachthimmel, andere Sternbilder und einige der schönsten astronomischen Himmelsobjekte sind überhaupt nur auf der Südhalbkugel zu bewundern. Die Mondsichel steht gegenüber Europa auf dem Kopf, was eigenartiger Weise von Kindern schneller bemerkt wird, wie von erwachsenen Personen.

 

Wir haben von Kindern verschiedene Fragen erhalten, die wir versuchen im unteren Text zu beantworten.

 

Folgende Fragen wurden gestellt:

  1. Was ist mit der Sonne und dem Mond in Südafrika verkehrt?
  2. Wieviele Sterne gibt es in Südafrika?
  3. Was ist eine Mondfinsternis?
  4. Was ist eine Sonnenfinsternis?
  5. Wieviele Planeten gibt es in unserem Sonnensystem?
  6. Warum leuchten die Sterne?

 

1) Jenny aus Wien hat uns folgende Frage gestellt:

 

Ich habe mit meinen Eltern Kapstadt besucht und habe festgestellt, dass mit dem Mond und der Sonne in Südafrika etwas nicht in Ordnung ist. Ich glaube das der Mond anders läuft und aussieht. Könnte es sein, dass die Sonne auch anders verläuft? Was ist falsch an der Sonne und dem Mond in Südafrika? Könnt Ihr mir erklären, warum das so ist in Südafrika?

 

Wir mussten Experten zu Rate ziehen und können Dank Herrn Robert Orso aus Österreich und Herrn Dr. Roland Brodbeck aus der Schweiz unserer Jenny eine Antwort schicken.

 

Die Antwort an Jenny lautet:

 

Astronomische Besonderheiten in Südafrika

 

Mond- und Sonnenaufgang werden durch die Erddrehung verursacht und die ist für alle Orte der Welt gleich. Es gehen Sonne und Mond also immer im Osten auf und im Westen unter - von den Grenzfällen in Polnähe wie Mitternachtssonne einmal abgesehen.
 
Auf der Nordhalbkugel (Europa) sind gewohnt unseren Blick nach Süden zu richten, weil dort die Sonne ihren höchsten Stand hat. Bei dieser Blickrichtung geht die Sonne immer "links" auf und wandert nach "rechts" wo sie dann unter geht.
 
Fahren wir weiter nach Süden, dann sehen wir die Sonne mittags für jeden Breitengrad den wir uns nach Süden bewegen um ein Grad höher am Himmel stehen - korrekt: weiter nördlich.
 
In der Nähe des Äquators können wir dann - immer noch den Blick nach Süden - die Sonne "links" (im Osten) aufgehen sehen, zu Mittag steht sie dann senkrecht über uns und abends geht sie "rechts" (im Westen) unter.
 
Wandern wir noch ein Stück weiter nach Süden, über den Äquator (Südafrika), dann steigt die Sonne noch "höher" (weiter nordwärts) und wir müssen - immer noch den Blick nach Süden - zu Mittag den Kopf in den Nacken legen um die Sonne zu sehen, weil sie denn bereits über den Zenit gewandert ist und uns zu Mittag auf den Hinterkopf scheint.
 
Weil das eine sehr unbequeme und unnatürliche Methode ist, Sonne und Mond zu betrachten, werden wir uns südlich des Äquators einfach andersherum hinstellen: Blick nach Norden. Damit ist die Sonne wieder in angenehmer Augenhöhe und wir beobachten nun daß die Sonne im Westen aufgeht (wie bisher natürlich auch), allerdings ist "Westen" bei dieser Blickrichtung RECHTS von uns. Deshalb sehen wir Sonne, Mond und Gestirne "rechts" aufgehen, nach "links" wandern und dort untergehen.
 
Das ist auch der Grund, warum beispielsweise das Sternbild Orion südlich des Äquators "auf dem Kopf" steht.
 

Herr Dr. Roland Brodbeck aus der Schweiz war so freundlich und hat uns auch eine kinderrechte Beschreibung übermittelt:

 

Die Antwort an Jenny lautet:

 

Die Erde ist rund. Gegenüber Europa steht man (mehr oder weniger) in Südafrika auf dem Kopf.  Also sieht man alles "verkehrt".

So erklären sich die Unterschiede:

 

Die Sonne steht in Südafrika zu Mittag im Norden anstatt im Süden. Die Mondsichel steht gegenüber Europa auf dem Kopf.

Zur Veranschaulichung nehmt am Besten einen Globus. Dann hängt Ihr an der Wand irgenwo ein Mondbild auf und stellt eine Spielzeugfigur mal auf Europa und einmal auf Südafrika und überlegt Euch, wie das Männchen den Mond sieht.

 

 

2) Wieviele Sterne kann man in Südafrika sehen?
Ca. 10000000000000000000000 Sterne (100 Millarden Sterne) gibt es im Weltall. Mit dem Auge kann man vielleicht 3000 Sterne in Südafrika sehen. Mit grossen Teleskopen ca. 10 Millarden Sterne. Alles sind natürlich Schätzungen, wahrscheinlich gibt es weit mehr Sterne!
 

3) Wie erklärt man eine Mondfinsternis?

Die Erde und der Mond werden nur von einer Seite von der Sonne beschienen. Die Erdseite, die keine Sonnenbestrahlung ab bekommt, verfügt über einen grossen Schatten. Kommt der Mond in diesem Erdschatten, so kann die Sonne Ihn nicht bestahlen und die Mondfinsternis tritt ein!

 

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4) Wie erklärt man eine Sonnenfinsternis?

Unsere Erde wird immer nur von einer Seite von der Sonne beschienen. Die Erde dreht sich und so entsteht der Tag und die Nacht. Der Mond umkreist die Erde und jeden Monat gerät Sie zwischen der Sonne und Erde. Die Sonne kann die Erde nicht mehr vollständig mit Ihren Strahlen versorgen und der Mondschatten verdeckt die Erde. Von der Erdoberfläche aus gesehen verdeckt der Mond die Sonne. So entsteht eine Sonnenfinsternis. Eine 100%ige Sonnenfinsternis entsteht nur alle paar Jahre. Die letzte Sonnenfinsternis war im südlichen Afrika am 2. Dezember 2002 zu bewundern. Die beste Sicht hatte man von Zimbabwe aus!

 

5) Wieviele Planeten gibt es in unserem Sonnensystem?

 

Es gibt neun größere Planeten.

 

Dazu gehören:

 

 

  • Bitte die blaue Schrift anklicken!!!!!
 
Das Sonnensystem verfügt über weitere kleine Planeten, aber die genaue Anzahl ist nicht bekannt.

 

5) Warum leuchten die Sterne?

Die Sterne verfügen über eine eigene Leuchtkraft, da in Ihrem Inneren Energie durch Kernfusion erzeugt wird. Im Grunde sind Sterne glühende Gaskugeln. Planeten (wie unsere Erde) leuchten nicht, sondern werden bestraht.

 

Im Universum gibt es Sterne, die nicht mehr leuchten, weil Sie keine Energie mehr erzeugen können oder weil Ihre Energiemasse noch nicht gezündet hat. Dabei handelt es sich um einen entstehenden oder sterbenden Stern.

 

6) Sonja aus New York: Auf dem Mond herrscht Schwerelosigkeit! Wie funkioniert das?

Auf dem Mond herrscht keine Schwerelosigkeit, nur eine verminderte Schwerkraft (Richtig ist, 1/6 wie auf der Erde). Man spricht von Schwerelosigkeit, wenn ein Körper oder Gegenstand keine Schwerkraft mehr spürt. Die kann man beim Fallschirmspringen oder Bungee-Jumping über der Erde erleben, wenn auch nur für einige Sekunden. Gegenstände verformen sich im Zustand der Schwerelosigkeit. Wassertropfen verformen sich zu runden Wasserkugeln. Viele bemannte Raumsonden unternehmen Expremente in der Schwerelosigkeit. Produkte werden hergestellt und die verhaltensweisen von Pilzen und Pflanzen unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit erforscht. Astronauten trainieren den Zustand der Schwerelosigkeit in einem Tauchbecken. Die Forschung beschäftigt sich im Moment mit der Produktion von Turbinen und Brennstoffzellen. Die Schwerelosigkeitsforschung (besonders die Hochenergie- und Plasmaphysik) befindet sich noch am Anfang und viele Firmen versprechen sich davon ein grosses Geschäft.

 

6) Viele Kinder aus Europa, Afrika und den USA haben uns Fragen über den Mond gestellt. Anbei einige Fragen:

 

  • Andreas aus Dortmund: Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt?
  • Peter aus Mombasa: Wie gross ist der Mond?
  • Sonja aus New York: Auf dem Mond herrscht Schwerelosigkeit! Wie funkioniert das?
  • Mona aus Bielefeld: Warum können wir nicht die Rückseite vom Mond sehen?
  • Claudia aus München: Wie sieht der Tag und die Nacht auf dem Mond aus?
  • Katja aus Sylt: Welche Temperaturen sind auf dem Mond?
  • Kelvin aus Wien: Wieviel Krater gibt es auf dem Mond?
  • Jürgen aus Paderborn: Gibt es einen Mondatlas?

Auf Grund der Nachfragen haben wir eine Internetseite über den Mond erstellt. Bitte besucht folgende Seite: Der Mond

 

 
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