
Kapstadt Bildergalerie San - Buschmann Touren Fotos
Auf folgender Seite möchten wir Sie bildlich über die San informieren. Das erste Bild zeigt ein Vogelbeobachtungshaus. Es steht im Wildrevier. Mit Absprache können Sie sich dort einen ganzen Tag aufhalten.
Das zweite und dritte Bild zeigt Ihnen einen Straussenstrauch. Unter dem Strauch werden wassergefüllte Strausseneier versteckt. Die San hatten ein grosses Jagdgebiet und legten so Wasservorräte an. Das vierte Bild zeigt Ihnen eine Wasserpfeife der San. Oben im Horn wird Wasser eingegossen. Im kleinen Stück kommt Tabak hinein. Das obere dicke Hornstück dient als Mundstück und dort wird der Rauch vom Tabak herausgezogen. In erster Linie rauchten die San Dacha (Rauschgift).
Das fünfte und sechste Bild zeigt Ihnen wie die San Schmuck aus Straussenschalen herstellen. Um eine Kette aus Schraussenschalen herzustellen, brauchten die San nur kleine Schalen vom Straussenei. Diese wurde auf einem Holzbrett in ein rundes Loch gedrückt und so in eine runde Form gebracht. Weiter hatten Sie einen Stab mit einem spitzen Gegenstand, womit sie kleine Löcher in die Scheiben bohrten. Mit Tiersehnen wurde die kleinen Staussenstücke aufgefädelt. Dann wurden die Ketten auf die Oberschenkel gelegt und mit einem kleinen Stein geschliffen, das alle runden Plättchen eine runde Form bekamen. Fertig war die Straussenkette. Sie wurde um den Hals getragen oder kleinere Abschnitte einer Kette auch als Kleidungsschmuck benutzt.
Das achte Bild zeigt Ihnen einen Behälter, wo man Giftpfeile aufbewahrte. Der Behälter wurde von einem Kocherbaum hergestellt. Vom Kocherbaum wurde ein grösseres Stück abgeschnitten. Da der Baum hohl ist, wird ein anderes Stück vom Kocherbaum im Feuer erhitzt. Das Holz wird durch die Hitze grösser und ein kleines Stück wird hinein gepresst. Somit hat man eine Seite vom Behälter mit einem Boden versehen. Als Deckel wurde Tierfell benutzt.
Das neunte Bild zeigt Ihnen Kerne, wo die San Teile der Schalen für Schmuckstücke gebrauchten. Gleichzeitig wurden die Kerne auch als Nahrung benutzt und in einem Holzbehälter mit einem Mörser bearbeitet wurden.
Das elfte, zwölfte, dreizehnte und vierzehnte Bild zeigt Ihnen Pfeile von den San. Sie bestanden aus zwei Teilen. Die Spitze vom Pfeil wurde mit Tierknochen versehen. Ein Stück Holz (ca. 20 cm) wurde an der Spitze befestigt. Das untere Teil vom Pfeil war ca. 80 cm lang. Das obere Teil vom Pfeil wurde mit Gift versehen. Dafür benutzte man die Pflanze Melkbush. Der Melkbush wächst fast überall in Südafrika. Man braucht nur einen Ast vom Melkbusch abklicken und schon tritt eine milchige Flüssigkeit heraus. Diese Flüssigkeit wurde direkt unter der Spitze vom Pfeil bestrichen. Später wurde die Pfeilspitze mit Feuer bearbeitet, damit das Gift dauerhaft am Pfeil bleibt. Die San jagden in erster Linie kleine Wildtiere, da sie mit ihrem kleinen Bogen nicht weit schiessen konnten. Wurde das Wildtier getroffen, so blieb nur die erste Pfleilspitze stecken. Das Ende vom Pfeil löste sich von der Spitze des Pfeiles und dies war der Beweis, dass man das Tier auch getroffen hatte. Das verwundete Tier flüchtete noch einige km bis das Gift das Tier tötete. Waren die San rechtzeitig bei ihrer Beute, wo wurde die getroffene Stelle tief ausgeschnitten.
Die letzten zwei Bilder (15 und 16) zeigen Ihnen die San wie man Feuer ohne Streichhölzer oder Feuerzeug herstellt. Die Angelegenheit ist relativ einfach. Man braucht zwei verschiedene Holzarten. Einmal verwendeten die San Hartholz. Hier wurden Aeste vom Marulabaum benutzt. Der zweite Stab war trockenes Weichholz. Im Hartholz wurde eine kleine Kerbe geschnitzt, damit der zweite Stab dort herein passte. Dann wurde der Stab mit Weichholz genommen und mit beiden Händen in die Kerbe hin und her gerieben. Nach sehr kurzer Zeit entsteht eine Art Sägemehl, was sich entzündet. Die Buschmänner hatten sofort Heu dabei, damit das Feuer sich ausbreiten konnte.