|
Kapstadt Kunstdruck Südafrika
Der Mann als auch die Frau sind beim Melken beteiligt.

| Artikelnummer: |
Grösse |
Preis in Rand |
|
NLSA0036 - Studio |
297 x 420mm |
325 |
- Postgebühren nicht enthalten
Bildbeschreibung:
Der Mann als auch die Frau sind beim Melken beteiligt. Von besonderem Interesse ist die Tatsache, daß sie beim Melken darauf verlassen, Luft in die Scheide des Tieres zu blassen und nicht ein Kalb benutzen..
Es gibt verschiedene Methoden bei den afrikanischen Hirten um eine widerspenstige Kuh zum Laktieren zu bringen, insbesondere wenn das Kalb verstorben ist, so wie der Gebrauch eines ausgestopften Kalbes oder des Einblasens.
Diese Methoden werden auch bei Kolb (1731:171) beschrieben, wie sie bei den Khoikhoi eingesetzt werden:
" es passiert manchmal, daß ihre Kühe, wie unsere, widerspenstig sind, und sie keine Milch geben ... Sie bringen das Kalb an die Zitzen der Kuh und läßt sie ein wenig saugen: die Kuh gibt bereitwillig Milch ... Aber wenn das Kalb tot ist, wenn die Kuh sich weigert ihre Milch zu geben, nehmen sie das Fell des Kalbes und legen es auf ein anderes Kalb ungefähr derselben Groesse, und nähen es um es, so daß es dem toten Kalb so weit wie möglich ähnlich sieht, dann bringen sie die Fälschung zu den Zitzen ... Aber wenn die Kuh zu schlau ist, um sich auf dieser Art betrügen zu lassen, ihre letzte List um sie zum Milchgeben zu bringen ist, nachdem ihre Hinterbeine zusammengebunden wurden, um zu verhindern, das sie tritt, ihr mit aller Gewalt in die Scheide zu blasen."
Gordon wiederholt einiges von dem in seinem Tagebuch vom 10. September 1779: " ... nach einiger Zeit des Melkens, greifen sie die Scheidelippen der Kuh mit beiden Händen und blasen stark dazwischen. Kurz danach uriniert die Kuh und sie setzen das Melken fort. Sie sagen, sie tun es, wenn die Kuh die Milch hält." (Raper & Boucher 1988:285)
Valentijn bemerkte 1726 auch:
"Es ist eine ungewöhnliche Sache, die ich bei den Hottentotten festgestellt habe, das wenn einer von ihnen eine Kuh melken will und damit beschäftigt ist, ein anderer bläst gewöhnlich das Biest von hinten, so daß die Milch in den Eutern schneller und reichlicher fließt als sonst." (Raidt 1973:75)
Diese Technik wird auch bei Kolb, Meister (see Raven-Hart 1971:344-5) und 1702 bei Bogaert (ibid. p.488-9) erläutert. Das ist konsistent mit den Melken anderer afrikanischer Stämme, z.B. den Fulani (Dupire 1962) und den Nuer (Evans-Pritchard 1940).
Die Khoikhoi würden einen Ochsen nur schlachten oder verkaufen, wenn es aus dem Fortpflanzungsalter heraus ist, wie Thunber 1772 bemerkte:
" Es ist Sitte bei den Hottentotten, das wenn eine Kuh unfruchtbar ist, sie geschlachtet wird, aber in diesem Fall wird ihr Fleisch nur von verheirateten Personen gegessen und nicht von denen, die Junggesellen sind." (Forbes 1986:92). Das muß nicht auf alle Khoi Gruppen zugetroffen haben, aber es ist ein Hinweis unter ihnen auf den Wert von fruchtbaren Vieh.
|